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Über Landschaften, Scheidung und Roboter

"Ein gutes Bauwerk ist nicht jenes, das die Landschaft verletzt, sondern jenes, das die Landschaft schöner macht als sie war vor Errichtung des Bauwerks."
Frank Lloyd Wright

 

Leute, die zu uns auf Urlaub kommen, loben unsere Landschaft. Die Steirische Toskana, sagen sie. Gerne zeigen wir diese Landschaft her, auf Prospekten für den Fremdenverkehr. Die meisten von uns bewegen sich durch diese Landschaft, ohne sie wirklich bewusst zu erleben.Wir sind unsere Umgebung gewohnt, so, wie wir unsere Freunde und Partner gewohnt sind. Sie sind halt da, nur wenn einer von ihnen für längere Zeit fort ist oder gar krank, dann freuen wir uns, wenn er wieder unversehrt zurückkommt. Dann sehen wir ihn an, und denken: Gut dass er da ist, wie gut, dass wir ihn haben!

Manchmal geht es uns auch so mit unserer Landschaft. Wenn wir verreisen, gern in südliche Gefilde, dann wissen viele von uns die Häuser und Landstriche dort zu kommentieren: Bei uns ist es viel besser. Und viel  sauberer! Unsere Häuser sind stattlicher, bei uns ist der Rasen perfekt gepflegt!
Wenn wir dann nach Hause kommen, sehen wir unsere Landschaft kurz mit den Augen des Urlaubers: Sicher, der Rasen müsste wieder gemäht werden, aber ja, wir leben in einer wunderschönen, fruchtbaren Gegend: Sie ist bestimmt durch die flachen, kaum profilierten Hügelzüge als Ausläufer des Alpenvorlandes. Im Oststeirischen Hügelland nennen wir sie Riedel.  
Gerne leben wir auf diesen Riedeln und genießen die Aussicht auf unsere Landschaft. Außer in den Flusstälern ist es nirgends flach. Das kommt eben von den Riedeln.
Früher hat man sich den Platz für ein Haus ganz genau ausgesucht. Geschützt sollte er sein, die Gebäude hat man perfekt in die Landschaft eingebunden. Der Hausplatz eingeebnet, der verbleibende Teil des Grundstückes unverändert. Zwar nicht steil aber auch nicht ganz flach. Es war schließlich auch nicht so leicht, ohne entsprechende Maschinen soviel Erde zu bewegen.
Heute ist das anders. Wir bauen meterhohe Steinschlichtungen und schütten das hügelige Gelände auf oder graben es ab. So schaffen wir ebene Flächen für unsere Häuser. Unsere selbstfahrenden Rasenroboter schaffen schließlich nur eine gewisse Steigung. Wenn es zu steil wird, geben sie einfach auf!
Meistens bemerken wir nach der Fertigstellung der Mauer: Nun brauchen wir ein Geländer. Wir würden sonst metertief abstürzen, ebenso der Rasenmäher.  Wir bauen einen stabilen Zaun und setzen davor eine Hecke. Zur Sicherheit lieber nicht zu niedrig!
Am schnellsten wächst die Thuja, sie hat ihre Heimat in unseren südlichen Urlaubsdomizilen. Ein österreichischer Kabarettist hat einmal gemeint, man muss diese nach dem Heimtransport vom Baumarkt rasch ausladen, sie wächst sonst weiter und man bekommt sie nicht mehr aus dem Wagen heraus. Da darf man nicht zu lange warten.
Durch die  Hecke sieht man jetzt nicht mehr so gut in die Landschaft hinaus, immerhin kann aber auch keiner mehr in den Garten hineinsehen. Vielleicht kommt ja noch ein Pool dazu.
Damit sind wir wohl wieder zu Hause angelangt, die Augen des Urlaubers auf die heimische Landschaft sind wieder verschlossen. Sie ist ja sowieso immer da, ebenso wie die Menschen, mit denen wir zusammenleben.
Wir kennen die hohe Scheidungsrate. Vielleicht sollten wir besser mit denen umgehen, die uns nahe sind?
Ich denke, wir sollten unsere Landschaft pflegen wie gute Beziehungen. Und wir sollten unseren Besuchern die Landschaft, die wir in unseren Prospekten loben, ruhig zeigen!  Verstecken wir sie nicht hinter Hecken und Steinmauern!

thomas baumgartner

über Individualität und Disziplin

„Ein Architekt, .....der auf seiner Andersartigkeit beharrt, kann letztlich so problematisch sein wie ein allzu phantasievoller Arzt oder Pilot"
Alain de Botton

In den letzten Jahren wurden die Richtlinien, die den Hausbauenden und –planenden vorgaben, in welcher Proportion unsere Häuser konzipiert werden sollen, zunehmend aufgeweicht.
Es gab Festlegungen auf eine Palette anerkannter Formen und Materialien.
Vorgaben, wie sich Gebäude an das Gelände und die Landschaft anpassen, wie die Dachformen aussehen, mit welchen Oberflächen und Farben sie ausgestattet werden, sollten für ein einheitliches Erscheinungsbild unserer Siedlungen garantierten.
Wir alle wünschen uns heute Individualität,  wir möchten uns bei der Wahl unserer Kleidung, unserer Autos und Haustiere, ja sogar bei der Erziehung unserer Kinder optimal ausdrücken und verwirklichen.
So ist man im Laufe der Zeit davon abgegangen, ein wesentliches Augenmerk  auf ein einheitliches Siedlungs- und Ortsbild  zu legen, vielmehr ist das Individuum im Mittelpunkt, jeder möchte gerne sein Haus nach dem von ihm favorisierten Stil errichten.
Auch wir Architekten werden für die Einzigartigkeit unserer Werke gelobt, wir werden aufgefordert, immer aufs Neue originell zu sein und immer wieder neue Formen zu kreieren.
Obwohl wir zu der Annahme neigen, in der Literatur, der Musik und der Architektur müssten bedeutende Werke kompliziert sein, stellen wir fest, dass viele ansehnliche Gebäude doch überraschend schlicht sind, ebenso schlicht wie etwa eine einfache ergreifende Melodie, ein Ohrwurm.
Natürlich ist der Wunsch Originalität und Entfaltung des Individuums  in vielen Bereichen verständlich, jedoch sollte man die schon fast antiquierten Begriffe Zurückhaltung und Regeltreue als Tugenden beim Bauen nicht ganz vernachlässigen.
Die Ruhe in Gebäuden, im Erscheinen eines einheitlichen Orts- und Landschaftsbildes  bietet uns, die wir gestresst sind und ohnehin zu Desorientierung neigen, immerhin eine gewisse Verlässlichkeit.
Wir spüren dann, dass dieses Umfeld unsere Ruhe stärkt, und uns nicht irritiert. Wir wollen nicht bei jedem Schritt aufs Neue überrascht werden. Ich denke, wir bräuchten diese Disziplin einer Ähnlichkeit so nötig wie etwa regelmäßige Schlafenszeiten.
Vielleicht leisten jene Architekten und Baumeister uns die besten Dienste, die großzügig genug sind, ihren Anspruch auf  Genie und Individualität zurückzustellen.
Im Dienst einer Architektur, welche sich unserer Umgebung anpasst,  sollte man sich vielleicht sogar anstrengen, ein klein wenig langweilig zu sein...

Thomas Baumgartner

 

Über Kaufhäuser

„Zeige mir, wie du baust, und ich sage dir, wer du bist.“
Christian Morgenstern

Oft denken wir darüber nach, wie die anderen Menschen uns wohl sehen, was sie von uns halten. Wir stehen vor dem Spiegel, machen uns zurecht, bevor wir das Haus verlassen. Sitzt das Kleid richtig? Passt die Frisur? Die Meisten von uns möchten den Anderen gerne gefallen, den Anderen zeigen, dass es Ihnen gut geht.
Unsere Kleidung gibt Auskunft darüber, wer wir sind. Wir folgen den aktuellen Modetrends. Die Farbkombinationen wechseln ebenso wie der Stil. 
Manchen Menschen passt einfach alles. Egal, was sie anziehen, sie sehen immer gut aus. Ich frage mich, woran das liegt. 
Leider habe ich zur Zeit den Überblick verloren, ich weiß nicht genau, was gerade modern ist. Mode allein kann also nicht den Ausschlag geben.
Ich glaube, es liegt daran, dass die Kleidung gut sitzt, dass sie einfach passt. Man fühlt sich wohl in Kleidung, die gut passt. Vielleicht ist die Farbe auf den Typ abgestimmt, vielleicht betont der Schnitt die Figur und der Stoff ist von guter Qualität. Vielleicht ist die Mode gar nicht von Bedeutung? 
Ein Gebäude gibt wie Kleidung oder Schmuck Auskunft über seinen Träger oder Besitzer. Auch beim Bauen wechseln die Modeströmungen. Die Stilrichtungen in den Fertighausparks scheinen sich an unterschiedlichen Urlaubsgebieten zu orientieren. Heute ist es ein Bungalow, morgen ein Haus nach Toskana- Art. 
Jedoch kostet ein Haus ungleich mehr als ein Kleidungsstück. Wenn es aus der Mode ist, wird man es nicht so leicht los, wie etwa die Jacke aus der letzten Saison. Einfach ein neues Haus kaufen, das können sich nur die Wenigsten leisten.
Ein gutes Haus ist wie ein gutes Kleidungstück. Es passt, es hat Stil und es hat Bestand. 
Ein gutes Haus ist auch nicht auf Modeströmungen angewiesen. Es passt zu seiner Umgebung und zu seinen Besitzern. Wir sollten mehr gute Kleider tragen. Und mehr gute Häuser bauen!

thomas baumgartner

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Heute gewähren wir einen Einblick
in den geheimen Fuhrpark
der Architekten.
 
Mit Rad und Tat zur Stelle:
(auch für Bicyclisten)
Wir planen für Sie!
...trägt Hut!

Im Bild: diensthabender Architekt der Luftflotte C beim Abwurf von Planmaterial in unwegsamen Baustellengelände.

Beim Abwurf von Ausführungsplänen bevorzugt:

ein widerstandsfähiger Stetson

Auch für Hutträger: Wir planen für Sie!

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Heute gewähren wir einen Einblick

in eine der Geheimladen der Architekten.

Mit großem Ernst bei der Sache:

Auch für Brillenträger: Wir planen für Sie!

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John Doghead, Art Director, Suffolk

"I always was said to be rather conservative; thanks Planwerkstadt I'm working on the Establishment of a better understanding for contempory architecture. Carpe Diem Folks!"

Wir möchten ihr Interesse. Planwerkstadt.

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insect tuning corporation, kansas city

"we´re so happy with our new dragon fly chassies"

Wir planen für Sie. Planwerkstadt.

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John Froghead, Art Director, Merna, Nebraska

"I´m through with Agriculture. Of course it´s hard working for those Guys, but you can bet my ass: it´s cooler than reptile-skin!!"

 

Wir planen für Sie. Planwerkstadt.

...Konjunktur!

Konjunktur weiter extrem im Wachstum begriffen.

Ankauf russischer Alumultis geplant.

Wir planen für Sie. Planwerkstadt.

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Zebra-Spider housing, Missoury River, Nebraska:

"We didn´t talk about colours at all. The main focal point was on form and functions..."

Wir planen für Sie. Planwerkstadt.